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Ausstellung mit Edelsteingravuren wurde im israelischen Harry Oppenheimer Diamond Museum eröffnet
28.10.2010 08:00:00
Ramat Gan, Israel. Die Ausstellung mit Schmuck, Kameen und Kunstwerken aus gravierten Edelsteinen unter dem Titel "Und Du sollst einem Edelstein Leben einhauchen ", wurde am 7. September 2010 im Harry Oppenheimer Diamond Museum eröffnet. Die Ausstellung umfasst Werke von Meistergraveuren aus Idar-Oberstein und ist das Ergebnis einer Kooperation mit dem Deutschen Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein.
In einer geradezu mustergültigen Zusammenarbeit zwischen der Innung der edelsteinbearbeitenden Handwerke, dem Bundesverband der Edelstein- und Schmuckindustrie und besonders dem Deutschen Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein konnte einer Bitte des weltbekannten Harry Oppenheimer Diamond Museums um eine Sonderausstellung aus Anlass des 70jährigen Bestehens gerne entsprochen werden.
Der Ausstellung ging eine mehrmonatige Vorbereitungsphase über Modus und Objektauswahl der über 150 Edelsteingravierungen von Tiergravierungen, Blütengestaltungen, Groß-Kameen, Schalengravierungen, Wappengravierungen und diversen anderen Gravuren voraus.
Der Vorstand der Innung der edelsteinbearbeitenden Handwerke, unter Leitung von Obermeister Hans-Ulrich Pauly, der Kurator des Deutschen Edelsteinmuseums Manfred Wild sowie der für die Ausstellung in Israel mit verantwortliche Diamantenexperte Dieter Hahn haben unter Mitwirkung vieler interessierter Kollegen mit dem Kurator des Harry Oppenheimer Diamond Museums Yehuda Kassif einen Weg zur Realisierung des bisher zweiten internationalen Auftritts nach 1965 im Smithonian Museum in Washinton DC gefunden.
Die Innung der edelsteinbearbeitenden Handwerke hat dem Wunsch des Harry Oppenheimer Diamond Museums entsprochen ein Portrait des amtierenden 9. Präsidenten Shimon Peres zu seinen Ehren und zum Anlass dieses Ereignisses zu präsentieren. Diese Arbeit wurde von Obermeister Hans-Ulrich Pauly begonnen und von Ehrenobermeister Erwin Pauly vollendet.
Die technische Abwicklung des
Verpackens, Verzollens und Versendens wurde von Frau Gaby Pauly sowie Frau Fuhr
von Deutschen Edelsteinmuseum und Herrn Patrick Dreher übernommen, wofür ihnen
Dank gilt. Für den Aufbau und die Dekoration der Ausstellung reisten Gerhard
und Erwin Pauly nach Israel, um diese für Idar-Oberstein äußerst wichtige
Präsentation realisieren zu können.
Die Eröffnungsfeier wurde von dem israelischen Minister für Industrie, Handel und Arbeit Binyamin Ben-Eliezer, dem stellvertretenden deutschen Botschafter Peter Prügel, dem Vorsitzenden des Museums Idar-Oberstein und Generalschatzmeister der World Federation of Diamon Bourses Dieter Hahn sowie führenden Persönlichkeiten der israelischen Diamantenindustrie und weiteren Gästen aus Deutschland und Israel, darunter Ehrenobermeister Erwin Pauly und Sohn Gerhard, besucht.
Shmuel Schnitzer, Vorsitzender des Harry Oppenheimer Diamond Museums, eröffnete die Zeremonie und dankte dem deutschen Botschafter in Israel Dr. Dr.hc Harald Kindermann für das Sponsoring der Ausstellung. Er sagte: "In dieser Ausstellung kooperieren wir mit der Edelstein- und Diamantenhändlergemeinde Idar-Oberstein, was eine weitere Facette der besonderen und herzlichen Beziehung Israels mit Deutschland darstellt.“
„Diese Ausstellung stellt einen weiteren Vorstoß der israelischen Diamantenbranche dar, Exponate, die den traditionellen, alltäglichen Schmuck hinter sich lassen, zu präsentieren", so Shmuel Schnitzer weiter. "Polierte Edelsteine werden verwendet, um Königskronen in der ganzen Welt zu schmücken, sie sind kostbare Objekte in Luxus-Boutiquen, sie sind scharf bewachte Sammlungen in Museen und sind als die Norm unter den wohlhabenden akzeptiert."
Minister Ben-Eliezer brachte zum Ausdruck, dass er die Ausstellung erstaunlich und beeindruckend findet. "Sie spiegelt die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den Völkern Israel und Deutschland wider. Ich danke der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, die es ermöglicht hat, diese Ausstellung zu realisieren. " Er fuhr fort: "Die Diamantenindustrie ist eine Quelle des Stolzes für Israels Industrie. Vor kurzem ist die Anzahl der von Israel exportierten Diamanten angestiegen, und ich hoffe, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt und verstärkt."
Dieter Hahn führte aus, dass dies das erste Mal sei, dass diese Ausstellung außerhalb von Deutschland gezeigt wird. "Wir fühlen uns geehrt, dass dies in Israel geschieht", sagte er. Hahn sprach auch über die Einzigartigkeit von Idar-Oberstein, dem einzigen Ort in der Welt, wo die gesamte Palette der Edelsteine geschliffen wird und alle Berufe der Branche vertreten sind. Er erwähnte auch, dass sein Großvater mit der Diamantschleiferindustrie in Idar-Oberstein im Jahre 1886 begann, indem er jüdische Diamantschleifermeister aus Amsterdam einstellte.
Hahn erklärte den Gästen, dass Idar-Oberstein ein kleiner Ort war, bestehend aus zwei kleinen Städten, Idar und Oberstein, und dass diese in den 1930er Jahren zusammengeschlossen wurden. Trotz seiner Entfernung zu den wichtigen Zentren und trotz schlechter Verkehrsanbindung habe Idar-Oberstein sich als wichtiges Zentrum der Edelsteinindustrie seit 500 Jahren etabliert.
"Idar-Oberstein hat einen besonderen Platz in der internationalen Edelsteinindustrie und ist der einzige Ort in der Welt, wo sich Edelstein-, Bergbau-, Polier- und Verarbeitungsindustrie und Forschung konzentrieren. Seit Jahren hat die Idar-Obersteiner Edelsteinindustrie eine starke Bindung mit der israelischen Diamantenindustrie aufrechterhalten, und diese Ausstellung ist ein Meilenstein in dieser Beziehung", erklärte Hahn und beendete seine Ausführungen mit dem an die Besucher gerichteten Wunsch "Shana Tova" (glückliches Neues Jahr) in hebräisch.
Hahn überreichte im Anschluss Minister
Ben-Eliezer ein Portrait in Edelstein von Präsident Shimon Peres, speziell in
Idar-Oberstein zu Ehren des Präsidenten aus Anlass seines Geburtstages durch die
Edelsteingraveurmeister Hans-Ulrich und Erwin Pauly angefertigt.
Der stellvertretende Botschafter Peter Prügel sprach für Botschafter Kindermann, der sich dem Harry Oppenheimer Diamond Museum für die Ermöglichung und Darstellung dieser Ausstellung ganz besonders verpflichtet fühlt. "Die enge Verbindung zwischen den Diamantindustrien in Deutschland und in Israel ist ein integraler Bestandteil der besonderen Beziehungen zwischen beiden Ländern“, so Prügel und „Die Beziehungen waren nie besser."
Prügel führte weiterhin aus, dass die Exponate die technischen und künstlerischen Errungenschaften der Idar-Oberstein Edelsteinschleifer- und -graveure darstellen und versicherte, dass Deutschland sich der langen Schatten des Holocaust über israelisch-deutschen Beziehungen bewusst sei, aber trotz allem fördere die Ausstellung in Israel eine neue Seite für die wichtige Beziehung zwischen den beiden Nationen zu Tage."
Dies sei für ihn besonders aufregend, denn es sei das erste Mal, dass Elemente aus der Idar-Obersteiner Sammlung außerhalb von Deutschland ausgestellt werden, und es sei eine große Ehre, dass Israel diese Ausstellung präsentiere. „Wir bedanken uns bei allen, die in Israel und Deutschland daran gearbeitet haben, um diese Ausstellung nach Israel zu bringen", so Prügel zu den Gästen.
Die Ausstellung zeigt Schmuck und Gegenstände, die Traditionen widerspiegeln, die über hunderte von Jahren vom Vater auf den Sohn weitergegeben wurden. Sie umfasst eine breite Palette von Skulpturen, Kunstgegenständen, Kameen, Schmuck und Geschirr, bestehend aus ca. 150 Produkten im Wert von rund einer Million Dollar. Die Ausstellung beinhaltet Kameen, Tiere, menschliche Figuren, Blumen, Obst und Süßigkeiten - alles aus Edelsteinen erstaunlich lebensecht graviert. Die verwendeten Edelsteine umfassen Achat, Karneol, Turmalin, Amethyst, Quarz, Rosenquarz, Chalcedon, Onyx, Rubin, Smaragde und Saphire.
Die Ausstellung wurde initiiert und realisiert von Yehuda Kassif, künstlerischer Leiter und Kurator des Ramat Gan Diamond Museum. Neben Erwin Pauly waren auch dessen Söhne Gerhard und Hans-Ulrich in die umfangreichen Vorbereitungen, die die Ausstellung erst ermöglichten, eingebunden. Sie wird bis Ende Dezember 2010 gezeigt.
Foto ganz oben: Shmuel Schnitzer, Binyamin Ben-Eliezer, Dieter Hahn, Erwin Pauly, Yehuda Kassif

















