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Goldschmiede kreativ und handwerklich vorn
02.02.2010 09:52:00
17 junge Leute erhielten in Idar- Oberstein ihre Gesellenbriefe für Schmückendes und Praktisches
Ein besonderer Feier- Abend für neue Gesellen: In der Obersteiner Geschäftsstelle der Volksbank Hunsrück- Nahe stießen zu später Stunde mit einem Glas Sekt 17 Goldschmiede mit ihren Eltern, Ausbildern, Prüfern und Vertretern der Bank auf die bestandene Prüfung an.
„Sehr anspruchsvolle, hochwertige Arbeiten“ seien von den jungen Menschen zur Gesellenprüfung eingereicht worden: Zufrieden ist Jürgen Schmidt, Vorstandsmitglied der Volksbank Hunsrück- Nahe, mit den Stücken, die in drei Vitrinen der Bank ausgestellt sind. So hat etwa Kai Köhler einen kugelförmigen Edelsteinbehälter hergestellt, dessen Deckel aufgeklappt werden können wie die Blüten einer Blume; Jenny Nolls Collier hängt an schwarzen Nylonsaiten, Sabine Horras' Tinten- Schreiber besteht aus Gold, Silber und einem grünen Zirkonia. Schmidt überreichte den 17 Gesellen Urkunden, nachdem Prüfungsausschuss- Vorsitzender Eckhard Cullmann ihnen die wohlverdienten Gesellenbriefe ausgehändigt hatte.
Die Prüfungsbesten Sarah Mosen, Florian Neupert und Kai Köhler erhielten zusätzlich einen Buchgutschein. Mosen, die einen Ring aus Silber und Rotgold mit Ebenholz- Cabochon vorstellte, Neupert mit einem Armreif mit Federscharnier und Gewindeschloss und Sabine Horras bekamen als Anerkennung für ihre Prüfungsarbeiten von der Gold- und Silberschmiede-Innung Idar-Oberstein Gutscheine. Glückwünsche, aber auch nachdenkliche Worte von Offiziellen gehören zu solchen Freisprechungsfeiern. Kreishandwerksmeister Eric Aulenbacher wies auf die Mitte Januar begonnene Imagekampagne hin, mit der das Handwerk bei Jugendlichen Interesse für die mehr als 100 Berufe der Branche wecken will: „Denn nur noch jeder fünfte Jugendliche möchte im Handwerk eine Lehre beginnen.“ Zu wenig, meint Aulenbacher mit Blick auf den demografischen Wandel.
Auch Bürgermeister Frank Frühauf rührte die Werbetrommel für die Branche, in der er als Kfz- Meister groß geworden ist: Das Handwerk präge als zweitstärkster Bereich das mittelständische Wirtschaften, es sei vielseitig, dynamisch, flexibel und anpassungsfähig, setze neue Techniken ein, sei ein bedeutender Kulturträger. Trotzdem fehle der Nachwuchs – auch in Ausbildungsbereichen der Edelstein- und Schmuckindustrie.
Frühauf wies darauf hin, dass in diesem Jahr nur Goldschmiede ihre Prüfung erfolgreich abgeschlossen hatten. Silberschmiede würden ohnehin wenige ausgebildet; dass aber keine Fasser unter den Absolventen zu finden waren, bedauerte er besonders: „Es wäre fatal, wenn dieses Handwerk als einer der grundlegenden Berufe unserer Edelstein- und Schmuckbranche verloren ginge.“
17 legten Gesellenprüfung ab
17 Goldschmiede erhielten ihre Gesellenbriefe: Eva Bauer (Ausbildungsbetrieb Lamers, Kaiserslautern), Denise Böhres (Weber, Schönenberg- Kübelberg), Daniela Constantinescu (Heinz Mayer, Idar- Oberstein), Natascha Frechen (Giesler, Bad Kreuznach), Michèle Germann (Zeitmesstechnik GmbH, Meisenheim), Melanie Hoppe (Kurz, Zweibrücken), Sabine Horras (Wolfgang Wild, Idar- Oberstein), Kai Köhler (Stephan Hermann, Koblenz), Sarah Mosen (Hofacker, Koblenz), Kathrin Müller (Hanke, Mayen), Florian Neupert (Hans Cullmann, Idar- Oberstein), Meike Niederhoff (Menges, Hahn am See), Jenny Noll (Belting, Andernach) Julia Quitz (Horst Lang, Idar- Oberstein), Brigitte Rosenau (Rosenau, Ransbach- Baumbach), Iris Ruth (Kurt Ruth, Idar- Oberstein) und Kim Schweizer (Zwehn, Ingelheim).
Fotos der Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie.

















