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Preisverleihung Fassadenwettbewerb 2009
25.08.2010 12:02:00
Unter 32 Objekten, die 2009 für den Fassadenwettbewerb eingereicht wurden, hat die Jury zehn Preisträger ermittelt, die Preisgelder in Höhe von 200 bis 800 Euro erhalten. Die Jury hat sich auch dieses Jahr entschieden, mehrere gleiche Preise für einige Gebäude zu vergeben. Durch die Maler- und Lackierer-Innung wurde das Preisgeld für den 4. Preis (Braun / Schüller), durch die Baugewerks-Innung, Abt. Stuckateure, das Preisgeld für den 7. Preis (Lettau / Arend) überreicht. Die restlichen Preise überreichten die Stadt Idar-Oberstein und der Haus- und Grundeigentümerverein Idar-Oberstein und Umgebung e.V.
2. Preis: Am Bollenbach 2, Silke & Marcus Spreng
Das
Wohnhaus der Eheleute Spreng wurde durch das Planungsbüro Ingenieurteam Retzler
sehr ansprechend in einer zeitgemäßen Formensprache umgeplant und energetisch
saniert. Das Dach wurde durch einen gestaffelten Dachaufbau gegliedert und der Balkon
über dem Eingang durch ein Vordach ersetzt. Bei der energetischen Sanierung
wurde die Fassade über einem umlaufenden Sockel im Landhausstil mit einem so
genanten „Waschelputz“ in verschiedenen Sandtönen bearbeitet. Dabei wurden die
Fenster mit schmalen Putzbändern eingefasst, deren Goldton mit den
Fassadenfarben harmoniert. Insgesamt ist hier ein wunderbarer Gesamteindruck entstanden.
Dank der Stilmittel und Farben ist aus einem schlichten Wohnhaus ein besonderes
Gebäude mit ganz individuellem Ausdruck
entstanden.
Ausführung: Engbarth Akustikbau und Stuck GmbH in Idar-Oberstein
2. Preis: Hauptstr. 116, Mechthild & Peter Becker
Das
Wohn- und Geschäftshaus der Familie Peter Becker besticht bereits durch die
klare und für die Idar-Oberstein ungewöhnliche Architektursprache. Das Objekt, das
nach Angabe der Eigentümer 1850 errichtet wurde, stellt sich als symmetrischer
Baukörper mit einem großen Eingangsportal und Erkern über den Eingangstüren dar.
Der strengen Formensprache des Gebäudes mit ihren regelmäßigen durch Klappläden
betonten Fenstern und dem großen Portal an der Eingangsseite trägt die klare farbliche
Gestaltung Rechnung. Der Sockel korrespondiert mit den Fenstergesimsen und den
Dachgesimsen, die die Fassadenfläche von der Dachkonstruktion trennen. Dazu passt
die sandfarbene Fassade, die durch die gleichmäßigen Fensteröffnungen ganz
regelmäßig unterbrochen wird. Die einzige Betonung in dieser durch die
Fensteröffnungen gegliederten Straßenfront sind die Klappläden, die, ebenso wie
die Fachwerkerker, kontrastierend gestrichen wurden. Das Farbkonzept passt sich
so in hervorragender Weise der strengen Architektursprache an und unterstreicht die
Besonderheit dieser historischen Fassade.
Ausführung: Maler Herzog GmbH in Idar-Oberstein
3. Preis: Ritterstr. 31 / 33, Helga & Horst Cullmann
Die
beiden 1907 erbauten Jugendstilhäuser in der Ritterstraße hat die Jury zu einem
Preis zusammengefasst. Sie sind von den Eheleuten Cullmann als Ensemble
gestaltet worden, wobei das Haus Ritterstraße 31einen wesentlich aufwendigeren Fassadenschmuck
aufweist. Diese Elemente sind ebenso wie die Jahreszahl des Baujahres und die
Blattornamente farblich herausgearbeitet worden. Bei den Maßnahmen waren
grundlegende Arbeiten
zur Sanierung und Erhaltung der Stuckelemente erforderlich, bevor die
Fassadenflächen des Hauses Nr. 31 in einem hellen Blauton und die des Hauses Nr.
33 in einem Terrakotta-Ton gestrichen werden konnten. Die gliedernden Stuckelemente
des Hauses Nr. 33 sind wesentlich schlichter und
wurden kontrastierend zur Fassadenfarbe in einem gebrochenen Weiß
gehalten.
Ausführung: Malerbetrieb Markus Wenz aus Dickesbach
4. Preis: Klinkstr. 17, Angela & Ralf Braun
Das relativ
kleine Wohnhaus ist durch seine Besitzer renoviert worden. Nachdem die desolaten
Eternit- und Schieferverkleidungen entfernt wurden, konnte ein
Wärmedämmverbundsystem aufgebracht werden, auf dem eine lebendige Putzfläche
gestaltet wurde. Die sandgelbe Tönung der Fassadenfarbe korrespondiert mit der Unebenheit
der Putzfläche und den glatt abgefilzten Tür- und Fensterlaibungen in einem
etwas dunkleren Grauton. Die anthrazitfarbenen Treppenstufen, der darauf abgestimmte
graue Sockel und die Vordachkonstruktion machen das Objekt zur gelungenen
Altbausanierung.
Ausführung: Malergeschäft Schüller GmbH, Niederbrombach
5. Preis: Kobachstr. 50, Agnes & Herbert Rittmann
Bei diesem
Wohnhaus in Idar wurde im Rahmen von Wärmedämm und Anstricharbeiten
die Fassadenfarbe so geschickt dem vorhandenen Granitsockel angepasst, dass ein
überaus gelungener Gesamteindruck entstanden ist. Die Fassadenfarbe ist in
einem warmen Terrakotta-Farbton gehalten, der in der baulichen Umgebung der
Kobachstraße einen wohltuenden Eindruck hinterlässt und hervorragend auf den
darunter liegenden dunkleren Steinsockel abgestimmt ist. Die dunklen
Fensterrahmen, die in der terrakottafarbenen Fassadenfläche hell umrandet
wurden, bilden eine gute Ergänzung zu dieser Farbgebung. An dem vorhandenen Fachwerkerker
wurden kontrastierend dazu bewusst die konstruktiven Holzelemente in schwarz und
die dazwischen liegenden Wandflächen hell gehalten, was gut passt, weil es der
traditionellen Gestaltung von Fachwerkkonstruktionen entspricht. Diese Farbwahl
wird dann bei der Fensterumrandung wieder aufgenommen, so dass eine gelungene
Gesamtwirkung erzielt wird.
Ausführung: Malergeschäft Schüller GmbH, Niederbrombach
6. Preis: Rechstr. 55 und 55 a, Silke Enders sowie Käthe & Helmut Franzmann
In
diesem Fall haben sich die Eigentümer von zwei Doppelhaushälften auf ein
stimmiges gemeinsames Konzept zur farblichen Gestaltung des Doppelhauses
geeinigt. Dies ist so gut gelungen, dass die beiden Häuser wie ein einheitliches Wohnhaus wirken. Die Farbgestaltung erfolgte passend zur klaren
Architektursprache in kontrastierenden Farben von Weiß über Grau zu Tief-Rot.
Über dem dunklen Sockel treten die breiteren vorragenden Wandflächen in klarem
Weiß hervor. Dagegen sind die schmaleren und zurückliegenden Wandflächen in
einem dunklen Rot und einem warmen Grauton gehalten. Hierdurch entsteht ein gelungener
Rhythmus in der Fassade, der der 70er-Jahre-Architektur ein modernes Erscheinungsbild
verleiht.
Ausführung: Malerbetrieb Pfeiffer KG aus Idar-Oberstein
6. Preis: Frankenweg 10, Marita & Sascha Heidrich
Bei diesem
Wohnhaus ist nicht mehr zu erkennen, dass es aus den 1950er-Jahren stammt. Das
traufständige Satteldachhaus wurde aufgrund der architektonischen Planung von
Heidi Ritter erweitert und hat danach einen neuen Anstrich und ein modernes
Vordach erhalten. Dabei wurde die Fassade, deren Grundton ein strahlendes Weiß
ist, neu gestaltet. Die Fensteröffnungen wurden in einem leuchtenden Rot
umrahmt und bis zum Sockel gezogen, wodurch die Fassade frische Akzente
erhielt. Dieser Rotton korrespondiert mit Elementen des Vordachs und dem
Fassadendekor auf der Giebelseite.
Ausführung: Malergeschäft Schüller GmbH aus Niederbrombach
7. Preis: Autenbornstr. 10, Isabella & Dirk Lettau
Dieses Gebäude aus den 1960er-Jahren
hat durch die neue Farbgestaltung eine moderne und zeitgemäße Gestaltung
erhalten. Der neu aufgebrachte Vollwärmeschutz wurde verputzt und in
abgestuften Grautönen gestrichen. Hierbei wurden die konstruktiven Elemente
in dunkleren Tönen gehalten, als die hellen Wandflächen. Das Ganze entwickelt sich
über einem dunkelgrauen Sockel, der die Farbe der Dacheindeckung aufnimmt. Zur Betonung
der fast ganz geschlossenen Wand im Eingangsbereich wurde ein farbiges
Dekorelement, das dem Gestaltungselement auf der neu eingebauten Tür
nachempfunden ist, auf die Fassade aufgebracht.
Ausführung: Firma Roland Arend aus Idar-Oberstein
7. Preis: Nordstr. 1 a, Karin Alt
Das Wohnhaus
in der Nordstr. 1 a hat eine farbliche Neugestaltung erhalten, die die
schlichte 60er-Jahre-Architektur geschmackvoll gliedert. Dabei wurde der
Baukörper in einem hellen Sandton gehalten. Die gliedernden ockerfarbenen Elemente
lassen die Giebelfassade leichter erscheinen und betonen den Eingangs- und
Balkonbereich. Die Farbgebung ist hierbei hervorragend auf die Farbgebung der Fenster-
und Türelemente abgestimmt. Der Sockel
wurde passend dazu dunkel gestrichen, wobei Eisengitter und Garagentor im gleichen
Farbton gehalten sind.
Ausführung: Malerbetrieb Pfeiffer KG aus Idar-Oberstein
7. Preis: Frankenweg 4, Annemarie & Günter Eichert
Bei dieser
Doppelhaushälfte wurden Sockel- und Wandflächen farblich zart aufeinander abgestimmt.
Der Sockel ist hierbei nur leicht dunkler gehalten, als die Wand. Durch diese
gelungene Gestaltung mit den warmen Farbtönen hat der schlichte Baukörper sehr gewonnen.
Aufgehellt wird das Ganze durch passend weiß lackierte Gesimse, die den Ton der
Fenster- und Türelemente ebenso aufnehmen, wie den Farbton des Vordachs.
Ausführung: Malergeschäft Schüller GmbH, Niederbrombach
Fotos: Stadtverwaltung Idar-Oberstein

















