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HwK Koblenz verleiht ihre Ehrennadel an verdiente Handwerksmeister
11.02.2008 15:59:00
Als "bescheidenes Zeichen unserer großen Dankbarkeit gegenüber HwK-Vizepräsident und Ehrenkreishandwerksmeister Werner Wittlich aus Kurtscheid, Elektroinstallateurmeister Heribert Blähser aus Gebhardshain, Klempnermeister, Gas- und Wasserinstallateurmeister sowie Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister Hermann-Josef Diekmann aus Brohl-Lützing und Gold- und Silberschmiedemeister Kurt Ruth aus Idar-Oberstein" deutete Scherhag die Auszeichnung für mehr als 20 Jahre Tätigkeit im Ehrenamt, die er im Vorfeld des gemeinsamen Neujahrsempfangs von HwK und IHK Koblenz vornahm.
"Ohne Ehrenamt geht es im Handwerk und in einer demokratischen Gesellschaft nicht. Die Handwerksorganisationen sind ehrenamtlich strukturiert und fordern einen selbstlosen Einsatz für das Handwerk, für den Berufsstand. Mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit prägen die Handwerksmeister Wirtschaft und Gesellschaft. Im Namen unserer Handwerkskammer danke ich heute allen, die sich für das Handwerk und seine Interessen engagieren, sich dort einsetzen, wo immer wir sie brauchen. Unser Dank gilt auch den Familienangehörigen, denn sie bieten Rückhalt, unterstützen und sind oft der gute Geist, der ehrenamtliches Engagement erst möglich macht!", ermunterte der Kammerpräsident in seiner Laudatio "auch die jüngeren Meisterkollegen, sich mit ihrem vielfältigen Know-how aktiv in das Kammergeschehen einzubringen". "Wir haben es selbst in der Hand, wie Handwerk in der Öffentlichkeit wahrgenommen und welcher Stellenwert ihm beigemessen wird. Ehrenamt bringt nicht nur Aufgaben und Verpflichtungen, es bietet auch eine große Chance!"
Vielfältiger Einsatz für das Handwerk
Alle Ämter und Verdienste aufzuzählen, sprenge den Rahmen der Feierstunde, führte Karl-Heinz Scherhag bei der Würdigung von Elektroinstallateurmeister Werner Wittlich aus, der sich nach seiner Meisterprüfung 1972 selbstständig gemacht hat und als einer der Ersten überhaupt die unternehmerische Fortbildung zum Betriebswirt des Handwerks erfolgreich abschloss. Seit Ende 1986 nahm Wittlich die Aufgabe des Kreishandwerksmeisters für den Kreis Neuwied wahr. Nach der Fusion der drei rechtsrheinischen Kreishandwerkerschaften Neuwied, Westerwald und Altenkirchen zur Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald Ende 2001, die er maßgeblich gefördert hatte, wurde er zu deren Vorsitzenden Kreishandwerksmeister gewählt. Der HwK-Vollversammlung gehört der Kurtscheider seit 1989 an, seit 1994 auch dem Kammervorstand; seit November 2004 ist er Vizepräsident für die Arbeitgeberseite. Präsident Scherhag erinnerte auch an die politischen Aktivitäten, die Wittlich über den Orts- und Verbandsgemeinderat in den Kreistag, später in den rheinland-pfälzischen Landtag und für zwei Legislaturen in den Deutschen Bundestag führten. "Die Fachgebiete Wirtschaft und Verkehr, Forschung und Technologie, aber auch Bildung und Kultur lagen dir bei der politischen Arbeit besonders am Herzen. Du hast den Anliegen des Handwerks stets Gehör verschafft. In den 35 Jahren deines beruflichen, politischen und ehrenamtlichen Wirkens hast du viel für das Handwerk im Norden von Rheinland-Pfalz, aber auch darüber hinaus bewegt."
Elektroinstallateurmeister Heribert Blähser, der 1954 seinen Betrieb gründete und bis zur Übergabe an seinen Sohn Hans-Jörg über 40 Jahre lang leitete, engagiert sich seit 1964 ehrenamtlich und war bis 1980 Vorsitzender der Gesellenprüfungskommission der Elektro-Innung Altenkirchen. Als Mitglied im Meisterprüfungsausschuss für sein Handwerk von 1983 bis 2001 hat er die Neuordnung des Berufs und der Meisteranforderungen miterlebt und mitgestaltet. Von 1964 an war er Stellvertreter und von 1980 an Obermeister seiner Innung, die ihn 1996 zu ihrem Ehrenobermeister wählte. Bis 1998 blieb Blähser Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Altenkirchen und bis 2006 Delegierter im Landesinnungsverband. "Man kann mit Fug und Recht behaupten: Sie haben mehr als eine Generation von Handwerkern beim Start ins Berufsleben unterstützt", so Scherhag zu dem Gebhardshainer.
Gold- und Silberschmiedemeister Kurt Ruth, seit 1969 in Idar-Oberstein selbstständig, ist seit 1982 Meisterbeisitzer und seit 1988 Vorsitzender des überregionalen Meisterprüfungsausschusses für das Gold- und Silberschmiedehandwerk mit Sitz in Koblenz, der für die Kammerbezirke Koblenz, Mainz und Trier zuständig ist. Bei der inhaltlichen Konzeption der Fachteile I und II der Meistervorbereitung brachte er seine Erfahrung und sein Wissen ein. "Nach der Novellierung der Handwerksordnung, die Ihren Beruf in die Gruppe der zulassungsfreien Handwerke überführte, haben Sie sich nach dem Motto ‚Jetzt erst recht!' ganz besonders für die Meisterqualifizierung in Ihrem Handwerk, das in unserem Kammerbezirk eine wichtige Rolle spielt, stark gemacht", betonte der Kammerpräsident. Ebenfalls maßgeblichen Anteil habe er am Aufbau und an der Durchführung der bundesweit einzigartigen Fortbildung zum Restaurator im Gold- und Silberschmiedehandwerk im HwK-Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege in Herrstein. Seit Jahrzehnten ist er für seinen Berufsverband auf regionaler und überregionaler Ebene ehrenamtlich tätig, seit 1981 als Beisitzer im Vorstand und von 1996 an elf Jahre lang als Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Idar-Oberstein und seit langen Jahren als Präsidiumsmitglied des Zentralverbandes des deutschen Gold- und Silberschmiedehandwerks. Für sein kontinuierliches Ausbildungsengagement erhielt Ruth 2006 die Ausbildungs-Ehrennadel der Handwerkskammer in Gold.
"Die erste Besonderheit im Lebenslauf von Hermann-Josef Diekmann sind die drei Meistertitel, die er im Laufe seiner beruflichen Karriere erworben hat", würdigte der Kammerpräsident den Klempner-, Gas- und Wasserinstallateur- sowie Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister, der an der Feierstunde nicht persönlich teilnehmen konnte. Seit 1966 leitet der Brohl-Lützinger das traditionsreiche Familienunternehmen, das 1899 von seinem Urgroßvater gegründet wurde. In seinen 55 Berufsjahren war Diekmann von 1981 bis 1994 im Gesellenprüfungsausschuss der Sanitär- und Heizungstechnik-Innung Ahrweiler aktiv, davon viele Jahre als Vorsitzender. Von 1987 bis 1992 bekleidete er zunächst das Amt des Stellvertreters, von 1993 bis 2006 dann das des Obermeisters seiner Innung, die ihn 2007 zum Ehrenobermeister ernannte. 25 Jahre lang war er im Vorstand der Kreishandwerkerschaft tätig, seit 1994 steht er als Stellvertreter der HwK-Vollversammlung zur Verfügung.
Foto: Präsident Karl-Heinz Scherhag und Hauptgeschäftsführer Karl-Jürgen Wilbert gratulieren (vordere Reihe v.l.) Heribert Blähser, Werner Wittlich und Kurt Ruth zur Goldenen Ehrennadel der HwK Koblenz.
Informationen zur Verleihung der Ehrennadel bei der HwK-Pressestelle,
Telefon 0261/ 398-161, Telefax 0261/ 398-996, presse@hwk-koblenz.de

















