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183 neue Gesellen wurden freigesprochen
03.11.2008 11:23:00
Absolventen aus 21 Berufsfeldern erhielten bei Feier in der Göttenbach-Aula ihre Zeugnisse
Fast 300 Gäste - die frisch gebackenen Gesellen und deren Angehörige, dazu Repräsentanten aus Politik, Verwaltung, Betrieben und Schulen - füllten die Göttenbach-Aula. Mit Schwung und Dynamik umrahmte das Blasorchester „Moscitos“ unter Leitung von Sabine Moser Reden, Glückwünsche und die abschließende Zeugnisausgabe. „Geselle '08 - Morgen Meister!“ lautete das Motto der Feier, das auch gedruckt zum Mitnehmen vorlag: als Inschrift auf frühlingsgrünen, runden Autoaufklebern.
Klare Worte zur Banken- und Finanzkrise fand Kreishandwerksmeister Eric Aulenbacher, der die Gäste begrüßte und die Junggesellen zu ihren nun erreichten guten Startbedingungen in ein „erfolgreiches Berufsleben“ beglückwünschte. So gebe es zwar staatliche Mittel zur Rettung des „Turbokapitalismus“, aber wohl kaum „Unterstützung für in Not geratene Mittelständler, Kleinunternehmer oder gar Privatpersonen“, kritisierte Aulenbacher. Steuerentlastungen, stufenweise Rückführung des Solidarzuschlags, die Absetzbarkeit von Krankenkassenbeiträgen, eine Anhebung des Steuerbonus auf Handwerks- und Pflegeleistungen waren einige seiner Forderungen. Immerhin habe sich die Ausbildungsplatzsituation in diesem Jahr verbessert. Abzusehen sei allerdings schon jetzt ein Fachkräftemangel.
Auch Bürgermeister Frank Frühauf ging in seiner Festansprache auf den drohenden Fachkräftemangel ein: In mittelständischen Unternehmen müsse weitsichtig geplant werden. Erfahrene Mitarbeiter und junge dynamische Kräfte müssten einander ergänzen. Der Wettbewerb um die besten Fachkräfte werde zunehmen. „Ausbildungsbetriebe sind das Rückgrat des Wirtschaftslebens“, sagte Frühauf. Im Kreis Birkenfeld genieße die Wirtschaftsförderung hohe Priorität. „Sollte sich jemand von Ihnen selbst-ständig machen wollen“, lockte der Bürgermeister, „so findet er hier bei uns gute Rahmenbedingungen.“ Bei aller Freude über das erreichte Gesellen-Ziel: „Lebenslanges Lernen steht Ihnen bevor!“, mahnte Frühauf. Und er verriet auch Biographisches: Vor 25 Jahren hatte der ausgebildete Kfz-Meister am selben Ort seinen eigenen Gesellenbrief erhalten...
„Sie haben viel geleistet und einen wichtigen Lebensabschnitt absolviert“, stellte Oberbürgermeister Bruno Zimmer in seinem Grußwort anerkennend fest. „Wissen ist der einzige Rohstoff auf der Welt, der unbegrenzt vorhanden ist“, zitierte er den Bundespräsidenten.
„Aktiv an die Gestaltung des eigenen Lebens und der Gesellschaft heranzugehen“, sei nun der nächste Schritt für die jungen Menschen, sagte Schulleiter Jürgen Bollweg. Illustriert durch die La Fontainsche Fabel von der emsigen Ameise und der kurzsichtigen Grille bescheinigte Bollweg den Junggeseilen: „Sie haben bewiesen, dass Sie nicht nur Leistung bringen können, sondern auch wollen.“
Im weiteren Verlauf wurden von Kreishandwerksmeister Eric Aulenbacher, Geschäftsführer Stephan Emrich und Bürgermeister Frank Frühauf (von links) wegen Bestleistungen zehn Junggesellen und -gesellinnen ausgezeichnet:
Florian Wolf (Idar-Oberstein, Ausbildungsbetrieb Bärdges Bauunternehmung), Robert Winkler (Oebisfelde, Bundeswehr/GFU Berufliche Bildung und Beratung GmbH), Marcel Scholl (Eckersweiler, Globus Handelshof), Christian Schick (Idar-Oberstein, Raimund Engbarth Akustikbau und Stuck GmbH)), David Maier (Niederwörresbach, Schlosserei Martin Bernard), Ludmilla Hepting (Idar-Oberstein, Friseurbetrieb Lorinda Galle), Dirk Hartmann (Sargenroth, Mo-thermik GmbH) und Karin Fuchs (Wiesbaden, Goldschmiede Heinz Mayer oHG), außerdem (nicht auf dem Bild) Sigrun Krämer (Oberkirn/Berlin, Goldschmiede Hans Cullmann/Eckhard Cullmann e. K.) und Stefan Hemmer (Saarwellingen, Elisabeth-Stiftung des DRK)
Für ihren guten bzw. sehr guten Abschluss erhielten die ausgezeichneten Junggesellinnen und -gesellen neben ihren Gesellenbriefen und einer Urkunde als Präsent ein Schraubenmännchen ihres erlernten Berufes sowie ein weiteres Geschenk.
Fotos der Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie.

















