Nachrichtenarchiv
Preisverleihung Fassadenwettbewerb 2007
15.08.2008 10:37:00
Oberbürgermeister Bruno Zimmer wertet den Wettbewerb als wichtigen Beitrag zur Verschönerung und Pflege des Stadtbildes von Idar-Oberstein.
23-mal hat die Stadt Idar-Oberstein mit der Maler- und Stuckateur-Innung und dem Haus- und Grundeigentümerverein seit 1983 den Fassadenwettbewerb ausgeschrieben. Teilgenommen haben daran insgesamt 838 Gebäude, dieses Mal waren es 26, von denen acht ausgezeichnet wurden. Die Beteiligung am Fassadenwettbewerb 2007 war jedoch geringer als üblich. Während meist mehr als 40 Wettbewerbsbeiträge eingereicht wurden, waren es dieses Mal nur 26, berichtete Bauamtsleiterin Christine von der Burg, die bei der Preisverleihung die siegreichen Objekte vorstellte. Das wirkte sich auch auf die Zahl der vergebenen Preise aus: Von den zehn möglichen wurden nur acht vergeben.
Dennoch sei der Wettbewerb, betonte Oberbürgermeister Bruno Zimmer bei der Begrüßung, ein wichtiges Element der Pflege des Stadtbildes, nicht nur zur Verbesserung des optischen Eindrucks, sondern auch zur Pflege und zum Erhalt historischer Bausubstanz. „Jede ansprechend hergerichtete Fassade regt darüber hinaus die Nachbarn an, ihr Gebäude ebenfalls zu verschönern."
Der 1. Preis wurde gleich zweimal vergeben. Walter Weis erhielt ihn für die Neugestaltung seines Hauses in der Idarer Schachenstraße 31, eines streng gegliederten Wohnhauses, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut wurde. „Insgesamt ist hier der Architektur in ihrer Umgebung Rechnung getragen worden und ein äußerst gelungener Gesamteindruck entstanden", urteilte die Jury, dem neben Vertretern der Bauverwaltung, der Maler¬ und Stuckateur-Innung, des Haus- und Grundeigentümervereins auch Vertreter der im Stadtrat vertretenen Fraktionen angehörten.
Der zweite Hauptpreis, ebenfalls mit 800 Euro dotiert, ging an Bernhard Conradt für die Renovierung seines Hauses in der Tiefensteiner Straße 26, das rund 100 Jahre alt ist. Besonders lobte die Jury hier die geschickte farbliche Gliederung der Fassade, die wie die historische Grundstückseinfassung gut mit dem modernen Fabrikgebäude in der Nachbarschaft korrespondiere, „sodass ein hervorragender preiswürdiger Gesamteindruck entstanden ist".
Der 2. Preis, mit 600 Euro dotiert, wurde Friedrich Rabe für die grundlegende Sanierung der Jugendstilfassade in der Hauptstraße 418 in der Obersteiner Fußgängerzone zugesprochen, das sich nun, so die Jury, als „weiteres Schmuckstück der Innenstadt" präsentiere. Der 3. Preis ging auf die andere Naheseite in die Wasenstraße 81. Klaus und Evemie Harland erhielten ihn für behutsame Restaurierung des markanten Jahrhundertwendebauwerks mit seiner Klinkerwand und Sandsteinelementen.
Den 4. Preis bekam Fritz Keller für die abgestimmte Farbgebung der beiden benachbarten Wohnhäuser auf der Layenstraße 45 und 47. Den 5. Preis erhielt Annette Fuhr, die ihr Wohnhaus in der Mühlenstraße 39 im Zuge von Wärmedammarbeiten neu gestaltet hat.
Der 6. Preis wurde ebenfalls zweimal vergeben. Helmut Fuchs erhielt ihn für sein Wohnhauses in der Dietzenstraße 17 in Idar. Ebenso die Lebenshilfe Obere Nahe, die ihren Förderkindergarten in der Göttschieder Weissborr mit kindgerechter Fassadengestaltung und freundlicher heller Farbwahl verschönern ließ.
Foto: Die Preisträger mit Vertretern der Jury, der ausführenden Firmen und den Organisatoren von der Stadtverwaltung.
Die Maler- und Lackierer-Innung und die Baugewerks-Innung/Abt. Stuckateure stellten die Preisgelder für die nachfolgenden Preisträger zur Verfügung:
2. Preis für Friedrich Raber
Bei der architektonisch besonders interessanten Jugendstilfassade des historischen Wohn- und Geschäftshaus in der Fußgängerzone von Oberstein wurde eine grundlegende Sanierung vorgenommen. Dabei wurde die Geschäftsetage zwar in ihrer eigenwilligen Form belassen, aber in die Gesamtfarbgestaltung der Fassade mit einbezogen. Bei der Sanierung wurden die Jugendstilornamente der Fassade farblich nur wenig hervorgehoben. Dabei wurden sehr zarte Farbabstufungen in Grau- und Rosétönen gewählt. Die Jugendstilornamente wurden im wesentlichen in einem helleren Ton gehalten, so dass das Schattenspiel der Ornamentik zum Ausdruck kommt.
Bei der farblichen Gestaltung wurde einerseits ein Kontrast zu den umliegenden Gebäuden gesucht, andererseits aber doch darauf geachtet, dass sich das Gebäude in seine Umgebung einfügt. Passend zum Thema der vorwiegenden Geschäftsnutzungen in der Nähe des Marktplatzes von Oberstein präsentiert sich dieses Gebäude somit als ein weiteres Schmuckstück der Innenstadt.
Ausführende Firma war die Firma Maler Herzog GmbH, Idar-Oberstein.
Preisgeld: 500,00 EUR durch die Maler- und Lackierer-Innung Birkenfeld
6. Preis für die Lebenshilfe Obere Nahe e.V.
Leider hatte die Jury keine Zeit und Möglichkeit, den gelungenen Umbau zu besichtigen und zu bewerten. Sie musste sich auf den Eindruck beschränken, der von der Straße aus zu gewinnen war. Aber dieser Eindruck hat der Jury gezeigt, dass hier im Rahmen von Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen die Fassadengestaltung kindgerecht und äußerst ansprechend gestaltet worden ist. Die zur Verfügung gestellten Fotos von dem Gebäude vor der Umgestaltung belegen offensichtlich, dass durch eine freundliche helle Farbwahl Alt mit Neu gekonnt und in qualitätvoller Ausführung verbunden wurde.
Ausführende Firmen waren Kersten Arend, Kempfeld und Malergeschäft Schüller GmbH, Niederbrombach.
Preisgeld: 200,00 EUR durch die Baugewerks-Innung Birkenfeld/Abt. Stuckateure
Bilder der weiteren Preisträger sehen Sie auf den Internet-Seiten der Stadtverwaltung Idar-Oberstein.



















