Nachrichtenarchiv
Handwerkskammern Trier und Koblenz besuchten Berufsbildungszentrum Herrstein und Berufsbildende Schule Technik Idar-Oberstein
20.05.2009 16:11:00
Präsident Karl-Heinz Scherhag und Hauptgeschäftsführer Alexander Baden von der HwK Koblenz sowie Kreishandwerksmeister Aulenbacher begrüßten die Gäste von der HwK Trier als auch die Vorstandsmitglieder der Kreishandwerkerschaft Birkenfeld im BBZ im historischen Ortskern in Herrstein.
Scherhag und Baden betonten bei der Begrüßung, dass es für die HwK Koblenz ein besonderes Anliegen sei, gerade auch aufgrund der großen räumlichen Entfernung zu Koblenz, in der gesamten Fläche des Kammerbezirks präsent zu sein, um den Handwerkern vor Ort ein entsprechendes Dienstleistungsangebot anbieten zu können.
Scherhag bestätige, zurückblickend auf seine anderthalbstündige Anreise, die Auffassung von Kreishandwerksmeister Aulenbacher und Vorstandsmitglied Raimund Engbarth, dass gerade das Handwerk im Landkreis Birkenfeld auf gute Verkehrsanbindungen angewiesen sei, um auch weiterhin existieren zu können.
Aus Scherhags Sicht sei der weitere Ausbau der B41 in Richtung Bad Kreuznach und in Richtung Birkenfeld unabdingbare Voraussetzung für das Handwerk im Landkreis, um auch zukünftig an Aufträge außerhalb der Region zu gelangen. Es sei für das Handwerk im Kreis Birkenfeld schließlich nichts neues, Aufträge im Rhein-Main-Gebiet oder in Richtung Luxemburg auszuführen.
Insgesamt unterhält die HwK Koblenz im Kammerbezirk 14 Standorte, darunter geniest das BBZ Herrstein mit dem Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege ein gewisses Alleinstellungsmerkmal von überregionaler Bedeutung aufgrund der hier angebotenen Weiterbildungsangebote, wie beispielsweise dem Restaurator im Gold- und Silberschmiede-Handwerk.
Im weiteren Verlauf stellten die Herren Michael Fuhr und Frank Sprenger vom Berufsbildungszentrum das BBZ Herrstein im Einzelnen vor, wobei sie die angebotenen Dienstleistungen ausführlich darstellten. So werden beispielsweise Beratungen in Denkmalpflege und Altbausanierung, Restauratorenkurse, technische und kaufmännische Seminare sowie Meistervorbereitungskurse ebenso angeboten wie Beratungen zur Betriebsgründung oder -übernahme.
Im Bereich Denkmalpflege und Altbausanierung bilden der Informations- und Technologietransfer, Datenbankrecherchen, Gebäudebewertungen, Sanierungskonzeptionen sowie die Beratung zu entsprechenden Fördermöglichkeiten die Schwerpunkte.
Ein weiterer Aspekt sind die angebotenen Weiterbildungen zum Restaurator im Tischler-, im Maler- und Lackierer-, im Maurer- sowie im Gold- und Silberschmiede-Handwerk. Hier werden Kenntnisse in historischen Techniken zur sach- und fachgerechten Restaurierung vermittelt.
Nicht unerwähnt blieb auch die Weiterbildungsmöglichkeit zum Gebäudeenergieberater im Handwerk, der ebenfalls in Herrstein angeboten wird. Gebäudeenergieberater stehen Bauherren und Hauseigentümern mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um die Einhaltung der Energieeinsparverordnung bei Neubau und Modernisierung geht.
Neben diesen umfassenden Angeboten werden weiterhin kaufmännische Seminare, EDV-Kurse, Arbeitskreise, überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen, die Berufsausbildung in außerbetrieblicher Einrichtung, Qualifizierungsmaßnahmen im Baubereich sowie Sprachkurse für Aussiedler und Ausländer angeboten.
Der Besuch der Berufsbildenden Schule Technik in Idar-Oberstein als dualem Ausbildungspartner des Handwerks stand ebenfalls auf dem Programm.
Schulleiter Bollweg stellte den Besuchern das Leitbild der Schule sowie die angebotenen Bildungsgänge umfassend dar, wobei er die in Idar-Oberstein angesiedelte Landesfachklasse für Gold- und Silberschmiede besonders erwähnte.
Im Anschluss wurde ein gemeinsamer Rundgang durch die Laboratorien und Werkräume der BBS Technik vorgenommen. Hierbei stellte Bollweg das Kfz-Labor, die Gold- und Silberschmiedewerkstatt, das Elektro-Labor, die Edelsteinschleifer- und -graveur-Werkstatt, das SHK-Labor, das Friseur-Labor, die Metall- und Tischlerwerkräume sowie weitere Räumlichkeiten vor. Ganz besonders beeindruckt zeigten sich die Besucher von dem tadellosen Zustand der Räumlichkeiten und der Einrichtung der Labore.
Zum Abschluss dieses für alle Teilnehmer sehr informativen Tages bedankte sich Aulenbacher insbesondere bei den Besuchern aus Trier und Koblenz für die Teilnahme und überreichte als Gastgeschenke Erzeugnisse der heimischen Edelsteinbranche.

















