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Quelle: handwerk.de Messe Idar-Oberstein
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Junge Tischler stellten Gesellenstücke aus

10.07.2009 08:15:00

Vier Tischler-Lehrlinge kamen zur Präsentation ihrer Gesellenstücke ins HwK-Zentrum in Herrstein. Innungsobermeister Manfred Köster präsentierte ihre Arbeiten

Ungewohnt war der Ort, an dem die jungen Tischler aus dem Kreis Birkenfeld in diesem Jahr ihre Gesellenstücke vorstellten: Das Herrsteiner Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Koblenz (HwK) erhielt diesmal den Vorzug vor dem Ausstellungsraum der Volksbank-Raiffeisenbank Hunsrück-Nahe in Oberstein.

 

Dort hatten im vorigen Jahr noch elf Jugendliche aus dem Tischler-Handwerk ihre sperrigen Arbeitsnachweise vorgestellt. 2009 gab's nur fünf Prüflinge: Die Innung entschloss sich, zur Präsentation in die kleineren Räume des HwK-Zentrums in Herrstein umzuziehen.

 

Innungsobermeister Manfred Köster mochte dennoch nicht auf seine Laufwege verzichten. Wie schon in früheren Jahren in der Volksbank-Raiffeisenbank eilte er im kleineren Herrsteiner Haus von Ausstellungsstück zu Ausstellungsstück, den Tross an Gästen hinter sich herziehend, immer eine Anekdote oder eine Anspielung auf den Lippen, als er die Kommoden, Sideboards und einen Couchtisch beschrieb: die Werke von Stephan Ryan (Idar-Oberstein, Schreinerei Eisenschneider, Idar-Oberstein), Kevin Blaine (Kirschweiler, Schreinerei Rudi Ponzer, Kirschweiler), Alexander Fröhlich (Birkenfeld, Schreinerei Günter Storr, Leisel), Tobias Marx (Idar-Oberstein, Schreinerei Volker Bernhard, Gerach) und Simon Klein (Sensweiler, Schreinerei Karl-Otto Lorenz, Kempfeld).

 

"Im nächsten Jahr wird es wieder mehr Lehrlinge geben", ist sich Köster sicher. Doch derzeit gebe es nicht viele Betriebe im Innungsbereich, die konstant Lehrlinge ausbilden könnten. Die Ausbildung kostet sie Geld und eine Übernahme ist in kleinen Betrieben nicht in jedem Jahr möglich.

 

Doch gerade im Fachkräftemangel sieht Kreishandwerksmeister Eric Aulenbacher eine große Gefahr. "Der wird uns in Zukunft mehr beschäftigen, als wir es uns vorstellen können. Es wird einen enormen Druck auf das Handwerk geben. Ich gehe davon aus, dass wir junge Leute aus Mittel- und Osteuropa nach Deutschland bringen müssen, um den Bedarf an Azubis zu decken."

 

Einen optimistischeren Blick in die Zukunft hat Frank Sprenger, Leiter des HwK-Zentrums für Restaurierung in Herrstein - bezogen allerdings nicht auf das große Ganze, sondern die kleinen "Zahnräder", die gerade zu Gesellen beförderten Jugendlichen. Ihre Zukunft könnte rosig aussehen, meint Sprenger. Sie könnten Meister werden, Restaurator, die Fachhochschule besuchen oder aber auf die Walz gehen und wertvolle Erfahrungen sammeln: "Mit ein bisschen Mumm ist man ganz weit vorn".

 

Bilder der Ausstellung finden Sie in unserer Bildergalerie.

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