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Die "Walz" liegt wieder im Trend
12.11.2007 09:12:00
170 Junggesellinnen und Junggesellen erhielten in der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft ihre Gesellenbriefe
170 Junggesellen wurden gestern in der Göttenbach-Aula freigesprochen. Für Jürgen Bollweg, Leiter der Berufsbildenden Schule Technik, ist es die "Krönung eines Leistungsmarathons ", für Kreishandwerksmeister Eric Aulenbacher ein "Etappenziel auf dem Berufsweg": die Freisprechungsfeier, in der junge Menschen aus der Region ihre Gesellenbriefe erhalten.
Der feierliche Rahmen (das Orchester "Moscitos" spielte), mehr als 200 Gäste, darunter hochkarätige Vertreter aus Wirtschaft und Politik - die Göttenbach-Aula platzte auch diesmal aus allen Nähten, als die jungen Menschen in die Reihe der Junggesellen aufgenommen wurden. Auf die Bühne durften zunächst die Prüfungsbesten: Allen voran Goldschmiedin Stefanie Paul aus Preisen mit dem besten Prüfungsergebnis, ebenso Jens Galle, Matthias Braun und Friederike Bertet; Sven Sembach und Constanze Platt fehlten.
Die Namen der übrigen Junggesellen und ihrer Ausbildungsbetriebe wurden auf einer Leinwand im Hintergrund der Bühne eingeblendet, während Oberbürgermeister Bruno Zimmer seine Festansprache hielt. "Die handwerkliche Ausbildung eröffnet Wege in eine gute berufliche Zukunft", gab er den jungen Leuten mit auf den Weg und mahnte sie, sich nicht auszuruhen: "Offen und lernbereit zu sein ist heute wichtiger denn je." Nicht zurücklehnen: Darauf schwor auch Jürgen Bollweg die Junggesellen ein. Kinder und Jugendliche müssten mehr für Technik und Naturwissenschaften interessiert werden.
Der Erfolg auf dem Weltmarkt könne nur durch technologische Spitzenleistung gehalten werden. Die Voraussetzung dafür: Bildung und (natürlich) Geld, das in sie investiert werden müsse. Eric Aulenbacher zitierte einen berühmten Handwerksgesellen: Adolph Kolping, nach dem das Kolpingwerk benannt wurde, habe "in einer umfassenden Bildung die Grundlage menschlicher Würde und Freiheit gesehen". Schuster Kolping war Wandergeselle. Diese Tradition der Wanderjahre sei mittlerweile wieder verstärkt ins Bewusstsein gedrungen, ist sich Aulenbacher sicher. Ein Trend, den der Kreishandwerksmeister unterstützt. Die frischgebackenen Gesellen müssten gerade in der heutigen Zeit "die notwendige Bereitschaft zu Flexibilität und Mobilität haben, um sich beruflich weiter zu entwickeln und auch andernorts zu neuen Erkenntnissen zu gelangen", sagte Aulenbacher.
"Nicht Kritik an Politik, Gesellschaft und Arbeitswelt – so sehr diese legitim und begründet sein mögen – bringen den Einzelnen auf seiner individuellen beruflichen Laufbahn weiter, sondern Ehrgeiz, Engagement, Fleiß und Zielstrebigkeit, mit der jemand konsequent und beharrlich seine Ziele im Berufsleben verfolgt. Der Gesellenbrief ist die Eintrittskarte in die handwerkliche Berufswelt mit ihren vielfältigen Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten. Sie alle, die heute freigesprochen werden, sind die kommende Handwerkergeneration" so Aulenbacher weiter.
Sodann galt sein Dank den Meistern, Gesellen und Lehrkräften, die sich mit Engagement den Lehrlingen angenommen, ihnen eine Vielzahl von Fertigkeiten, Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen vermittelt und bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben.
Abschließend appellierte Aulenbacher an die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen Sie sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, denn die Zeit bleibe nicht stehen, stets müsse man sich im Berufsleben mit Neuerungen auseinandersetzen und sich weiterbilden.
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Für die besten Prüfungen wurden in der Freisprechungsfeier von Kreishandwerksmeister Eric Aulenbacher (2. von links), Stephan Emrich (links, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Birkenfeld) und Oberbürgermeister Bruno Zimmer (rechts) ausgezeichnet: Stefanie Paul, Preisen, Goldschmiedin; Ausbildungsbetrieb Ingo Spohn, Idar-Oberstein als Prüfungsbeste; Jens Galle Idar-Oberstein, Fleischer; Gerhard Galle, Idar-Oberstein; Matthias Braun, Berschweiler, Tischler; Betrieb Markus Schmitt, Baumholder; Friederike Bertet, Vallendar, Silberschmiedin; Betrieb Goldschmiede- und Kunstwerkstätte der Schönstädter Marienbrüder in Vallendar. Sven Sembach, Coburg, Kfz-Mechatroniker; Betrieb GfU berufliche Beratung, Schwallbach und Constanze Platt, Idar-Oberstein, Friseurin; Betrieb Günther Jung, Baumholder, fehlten.
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