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Preisverleihung Fassadenwettbewerb 2006
05.07.2007 07:49:00
Neun Gewinner gab es beim Fassadenwettbewerb der Stadt Idar-Oberstein für das Jahr 2006. In einer Feierstunde übergab Oberbürgermeister Bruno Zimmer die Preisgelder und Urkunden.
41 Gebäude wurden im vergangenen Jahr für den Fassadenwettbewerb angemeldet. „Das ist eine der bislang höchsten Teilnehmerzahlen“, erklärte Oberbürgermeister Zimmer. Er dankte allen Gebäudeeigentümern, die ihre Immobilie saniert und damit zu einer Verbesserung des Erscheinungsbildes der Stadt beigetragen haben.
„Architektur ist erstarrte Musik“, lautet ein Zitat von Gottfried Ephraim Lessing. „Dieser Ausspruch sage viel über die Bedeutung von Architektur und damit auch von Fassadengestaltung für das Erscheinungsbild einer Kommune aus“, so Zimmer. Außerdem belege das Zitat, dass bei einer Sanierung nicht nur die handwerklichen sondern auch die künstlerischen Fähigkeiten der Maler und Stuckateure gefragt seien.
Zimmer wies darauf hin, dass seit dem Beginn des Fassadenwettbewerbs im Jahr 1983 insgesamt 812 Gebäude zur Teilnahme angemeldet wurden. Das bedeutet, dass bisher rund 10 Prozent der Wohngebäude in Idar-Oberstein an dem Wettbewerb teilgenommen haben. „Und es werden ja längst nicht alle sanierten Objekte angemeldet“, so der OB. Um den Eigentümern auch weiterhin einen weiteren Anreiz zur Neugestaltung ihrer Gebäude zu liefern, werde der Fassadenwettbewerb auch in diesem Jahr fortgesetzt, erklärte Zimmer. Abschließend dankte er der Jury für die nicht ganz einfache Arbeit bei der Auswahl der Preisträger, sowie den Sponsoren – Maler- und Lackierer-Innung, Baugewerks-Innung/Abteilung Stuckateure sowie Haus- und Gründeigentümerverein – für die finanzielle Unterstützung des Wettbewerbs. Ein Dank ging ebenfalls an Norbert Braun, dem ehrenamtlichen Fotograf des Stadtarchivs. Er hatte in diesem Jahr erstmals die Fotos der angemeldeten Objekte gemacht, die neben einer direkten Inaugenscheinnahme durch die Jury als Grundlage für die Preisvergabe dienen.
Die Leiterin des Stadtbauamtes, Baudirektorin Christine von der Burg, stellte anschließend die siegreichen Objekte sowie die Begründung der Jury für die Preisvergabe vor. Die Eigentümer erhalten jeweils einen Geldbetrag sowie eine Urkunde und auch das ausführende Unternehmen wird mit einer Urkunde ausgezeichnet. Großzügig zeigte sich die Siegerin des Fassadenwettbewerbs: Bianca Kosig spendete ihr Preisgeld von 1.000 Euro an die Idar-Oberstein Tafel.
Foto: Die Preisträger mit Vertretern der Jury, der ausführenden Firmen und den Organisatoren von der Stadtverwaltung.
Die Maler- und Lackierer-Innung und die Baugewerks-Innung/Abt. Stuckateure stellten die Preisgelder für die nachfolgenden Preisträger zur Verfügung:
3. Preis für Bernd Willi Ripp
Bei dem architektonisch besonders hervorzuhebenden historischen Gebäude in der Tiefensteiner Straße ist eine grundlegende Sanierung der Fassade vorgenommen worden. Dabei wurde der Sockel saniert und neu verputzt und die gliedernden Fenstergewände saniert. Die Fassade wurde gereinigt und schließlich neu gestrichen.
Bei der farblichen Gestaltung wurden passend zum Grundton der Fassade die Einfassungen der Fenster und Türen in einem etwas dunkleren Gelbton gehalten. Dieser Ton wiederholt sich ebenso in den horizontalen Fugen, die die Erdgeschossfassade gliedern, wie in den unterschiedlichen floralen Stuckornamenten.
Der Sockel ist, ebenso wie die Fachwerkkonstruktion im Giebel und die Fensterrahmen, in einem passenden Braunton gehalten. Gleichzeitig mit den umgebenden Geschäftsgebäuden der Fa. Groh und Ripp ist hier ein ansprechendes Ensemble entstanden, das seinesgleichen in Idar-Oberstein sucht.
Ausführende Firma war der Stuckateur- und Malerbetrieb Ralf Magard, Idar-Oberstein.
Preisgeld: 500,00 EUR durch die Maler- und Lackierer-Innung Birkenfeld
6. Preis für Peter Menke
Das Reihenhaus in der Ringstraße erhielt einen neuen Anstrich in einem sehr schönen Gelbton. Als Kontrast zu den dunkel gehaltenen Rahmen wurden die Fenster farblich weiß eingefasst. Dabei wurden die nebeneinanderliegenden Fenster durch die Umrahmung als Einheit zusammengefasst und das Ganze wurde durch ein farblich hervorgehobenes Dreiecksornament gekrönt. Dabei übernimmt dieses Ornament in der Farbe und in seiner Form die architektonische Struktur des Vordaches mit seiner neuen ziegelfarbenen Eindeckung.
Dies ist einmal wieder ein überaus gelungenes Beispiel dafür, dass auch eine schlichte Architektur durch die passende farbliche Gestaltung sehr positiv aufgewertet werden kann.
Ausführende Firma war das Malergeschäft Timo Klein, Idar-Oberstein.
Preisgeld: 200,00 EUR durch die Baugewerks-Innung Birkenfeld/Abt. Stuckateure
Bilder der weiteren Preisträger sehen Sie auf den Internet-Seiten der Stadtverwaltung Idar-Oberstein.



















